Du hast eine scheiss Angst vor dem Sprung? Dann mach es trotzdem!

  • Angst vor dem Sprung


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Wenn du gerade überlegst, deinen Job zu kündigen, weil du absolut nicht mehr glücklich damit bist, dann wird es sehr wahrscheinlich so sein, dass du Angst davor hast. Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Angst, ohne Geld da zu stehen. Angst, nichts zu finden, was dich wirklich interessiert. Die Angst kann viele Gesichter haben. Sie lähmt dich.

Aber diese Angst ist wichtig. Denn sie kann dir helfen.

Vor tausenden von Jahren hat der Mensch gelernt, zu unterscheiden zwischen Dingen, die wir wollen. Auf diese bewegen wir uns zu. Und Dinge, die wir nicht wollen. Von denen bewegen wir uns weg. Das war damals sehr hilfreich, denn zu leckeren Beeren hinzulaufen und vor einem Löwen wegzulaufen war ziemlich clever. Das Konzept funktioniert gut für Dinge in der äußern Welt, also außerhalb von uns selbst.

Aber seit es Sprache gibt, und wir Wörter entwickelt haben für Dinge, die in uns vorgehen, z. B. für Gefühle, ist das Konzept schwierig geworden. Denn auch hier kategorisieren wir Gefühle ein in die, die wir angenehm finden, z. B. Glück, Freude und Enthusiasmus, und die, wie wir unangenehm finden, wie beispielsweise Eifersucht, Ärger und Zweifel. Im ersten Augenblick erscheint das erstmal richtig und gut.

Aber denk mal an eine Situation, wo du etwas geschafft hast, worauf du richtig stolz warst, z. B. als du damals in der Uni ein großes Projekt erfolgreich abgeschlossen oder beim Sport einen Wettkampf gewonnen hast. Wenn du jetzt mal an die Zeit vor der Fertigstellung, vor dem Wettkampf denkst: welche Gefühle hattest du dabei? Waren sie immer positiv? Wahrscheinlich dachtest du dir manchmal: „Ich schaff das nie!“, „Andere können das viel besser“ oder „Ich kann das gar nicht!“ Und trotzdem hast du es durchgezogen.

Wenn wir negative Gefühle wahrnehmen, versucht unser Körper mit allen Mitteln, uns zum aufgeben zu bringen und uns wieder zu positiven Gefühlen hin zu lotsen. Wenn wir aufgeben, dann sind wir erstmal richtig erleichtert, was uns belohnt.

Aber dadurch werden wir dazu gebraucht, vor dem wegzulaufen, das uns wirklich wichtig ist.

Auch ich hatte lange damit zu kämpfen, dass ich eigentlich meinen Job aufgeben wollte, aber ich hatte eine riesige Angst davor, was dann die anderen von mir denken würden: „Wie kannst du nur einen sicheren Job aufgeben? Ohne was anderes zu haben? Du bist ja verrückt!“ Das waren die Horrorvorstellungen, die ich mir machte. Und so blieb ich. Als ich mich dann irgendwann doch traute, waren die allermeisten Leute total verständnisvoll und meinten: „Wenn du dich dort nicht mehr wohl fühlst, dann ist es das beste, dass du gehst.“

Wir werden nie etwas schaffen, auf das wir stolz sein können, wenn wir zu früh aufgeben und einfach weglaufen.

Dieses Phänomen nennt man auch „experiental avoidance“, zu Deutsch so etwa „erfahrungsbedingte Vermeidung“. Kurzfristig funktioniert diese Taktik sehr gut, aber langfristig leider nicht. Wir fokussieren uns dadurch mehr auf das, was wir nicht wollen und nicht auf das, was wir wollen.

Was kannst du gegen diese Vermeidungstaktik tun?

  1. Werde dir über deine Werte bewusst. Was willst du wirklich in deinem Leben? Was macht dich glücklich? Hierzu werde ich demnächst einen ausführlichen Artikel veröffentlichen.
  2. Sei dir darüber bewusst, dass du durch diese negativen Emotionen durch musst, damit du das erreichen kannst, was dir wirklich wichtig ist im Leben. Wenn du das im Hinterkopf hast, wirst du nicht so überrascht sein, wenn diese Emotionen auftauchen und kannst sie besser aushalten. Du kannst dich dann auf das dahinter liegende Ziel konzentrieren, das wird es leichter machen.
  3. Sei mehr im Hier und Jetzt. Das kannst du beispielsweise durch Achtsamkeit oder Meditation trainieren. Es gibt viele verschiedene Arten von Meditation und von Achtsamkeit, sodass du sicherlich auch eine finden wirst, die du gerne machst.

Kurz und bündig:

Die Angst hat eine sehr wichtige Funktion, denn sie zeigt dir, was dir wichtig ist in deinem Leben und du solltest sie nicht automatisch vermeiden, sondern sie willkommen heißen und durch sie hindurch gehen.

Wenn du dabei Hilfe benötigst, dann vereinbare gerne einen Termin zu einem kostenlosen Erstgespräch mit mir.

Welche Ängste hast du in Bezug auf deinen Job? Ich freue mich über deine Kommentare!

Deine Daniela
2018-06-24T18:21:28+00:0018. März 2018|

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